Montag, 26. Mai 2008

Hausaufgabe zur KW 22

Lektüre von "Neue Wege der Wissensvermittlung" von Norbert Landwehr S. 228 - S. 235

Zusammenfassung:

Formen des Lernens nach erkenntnispsychologischer Sicht:
- Lernen als Korrektur eines vorhandenen Schemas: altes Schema unpassend
- Lernen als Aufbau eines neuen Schemas: kein altes Schema vorhanden; Neukombination
- Lernen als Ausdifferenzierung/ Anreicherung/ Verfestigung eines bestehenden Schemas: taugliches Ausgangsschema
- Lernen als Problematisierung und Bewusstmachung eines bestehenden Schemas: unreflektiertes und unbewusstes altes Schema
Voraussetung für Lernen: Bereitschaft zur Anpassung
Fazit: Die Lehreraktivität ist nur gerechtfertig, wenn sie lernfördernde Aktivitäten der Schüler auslösen kann. Es kann eher auf die Aktivität des Lehrers, als auf die der Schüler verzichtet werden. Lehrer als Coach, Lehrer macht Angebote, Lehrer perturbiert.

Auswirkungen:
- Der Lernende ist Ausgangspunkt und Ziel eines aktiven Lernprozesses.
- Ziel des Lernens ist es die subjektiven Schemen des Lerners den äußeren Gegebenheiten besser anzupassen.
- Achtung: Ist Reproduktion die erste und am wenigsten komplexe Art des Lernen oder ist es eine völlig andere Art???
- Lerninhalte sind dann wertvoll, wenn sie kognitive Konflikte auslösen und Schemenanspassungen, nicht wenn sie einfach und gut reproduziert werden können. Dementsprechend müssen auch die Lernangebote an die Schüler anders gestaltet sein.
- Motivation: Nur wenn es gelingt den Schülern die Veränderugnsbedürftigkeit ihres vorhandenen Wissens aufzuzeigen, kann Lernbereitschaft erzeugt werden.
- Lerntypen: Kategorisierung nicht zwangsläufig nur nach dem Aufnahmekanal (z.B. auditiv), sondern nach den bevorzugten Auseinandersetzungsaktivitäten --> vier Lernstile: konkrete Erfahrungen, abstrakte Konzepte, aktive Experimente, reflektierendes Beobachten

Bildungsverständnis:
- Nicht Menge und Qualität des angeeigneten Materials im Unterricht zählt, sondern die Ausbildung von Denk- und Handlungsmustern zur angemessenen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit
Bildungsniveau einer Person:
- Differenziertheit: reichhaltige, differenzierte Wahrnehmung, Deutung und Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit möglich.
- Integriertheit: System von Assimilationsschemen, welches hohe Flexibilität und Offenheit bei Informationsverarbeitung ermöglicht.

Fazit: Es geht beim Unterricht nicht darum Unterrichtsinhalte so darzubieten, dass die Aufnahme und Speicherung möglichst problemslos und vergessensresistent erfolgen kann, sondern darum bei den Schülern aktive Auseinandersetzungsprozesse anzuregen, die eine Veränderung vorhandener Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemen bewirken und die damit zu einer kognitiven Struktur mir hohem Differenziertheits- und Inegriertheitsgrad führen.


Zeitaufwand:

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