Lektüre EKR S. 90-99 Ethik im Biologieunterricht
Ziel: Entwicklung des moralischen Urteilsvermögens der Lernenden
Ethik und Biologie:
- Wert: Fähigkeit des Menschen zu werten; Zielorientierung für ein vom Menschen als wertvoll erachtetes Gut.
- Norm: Handlungsbestimmendes Prinzip, das die Realisierung des angestrebten Wertes ermöglicht.
- Ethisches Dilemma: Jede Lösung gerät mit ethischen Normen in Konflikt.
- Moral: System gesellschaftlich anerkannter Normen.
- Bioethik: Medizinethik, Tierethik, Umweltethik, Sozialethik, Sexualethik, Wissenschaftsethik
- heimliche Ethik: Z.B. ethische Aussagen, die in biologischen Darstellungen verborgen sind.
- naturalistischer Fehlschluss: Ableitung von ethischen Normen aus biologischen Tatsachen.
Ethik und Biologieunterricht:
- Aufbau einer Bewertungskompetenz der Lernenden.
- Gefahr der Moralisierung, Bevormundung und Indoktrination.
- Die vielfältigen ethisch vertretbaren Lösungen sind im Gespräch vernünftig zu begründen.
- Nicht über Moral belehren, sondern unterstützen bei der ethischen Lösungsfindung.
- Ethische Normen sind rein aus Vernunftgründen abgeleitet.
- Über allgemeine Normen hinausgehend lassen sich drei Formen der Ethik unterscheiden:
. Ordnungsethik: Tatsachenaussagen und kategoriale Unterscheidungen liefern die Grundlage für ehtische Werturteile.
. Gesinnungsethik: Absichten und Ziele, die mit einer Handlung verfolgt werden sind Maßstab für ethische Beurteilung.
. Verantwortungsethik: Absehbare Folgen einer Handlung dienen als Grundlage für die Maßstäbe für das Handeln selbst
Zur Unterrichtspraxis:
- Unterscheidung zwischen wissenschaftlichen und ethischen Aussagen.
- Unterscheidung der Formen der Ethik und der Reflexionsebenen kann schon ausreichen, die ethischen Vorstellungen der Schüler zu differenzieren.
- Im Unterricht sollten ethische Fragestellungen zu anschaulich wie möglich, z.B. mit Hilfe von Fallbeispielen, angegangen werden.
- Wichtig ist zunächst das Erkennen ethischer Probleme und Dilemmata, sowie die Reflexion der Werte und Handlungsoptionen.
- Am besten wäre es, wenn ethische Fragestellungen bei den Schülern selbst auftauchen, durch die originale Begegnung mit problematischen Situationen.
- Die Schüler können durch Textarbeit u.a. auf die heimliche Ethik z.B. im Schulbuch aufmerksam gemacht werden.
Zeitaufwand: 1h
Lektüre EKR S. 128-154 Umweltbildung
Das Kapitel über Umweltbildung aus dem Biologie Fachdidaktikbuch gliedert sich in folgedene Bereiche:
1. Geschichte und Konzeption der Umweltbildung
2. Naturverständnis
3. Naturerlebnis, Naturerfahrung, Naturbegegnung
4. Umweltwissen
5. Umweltbewusstsein
6. Umwelthandeln
Die Inhalte decken sich zum Teil mit denen im Buch "Stadtkinder und Naturerleben" und können auch im nachfolgenden Blogeintrag nachgelesen werden.
Ziel der Umweltbildung: Menschen zu einem verantwortungsbewussten und schonenden Handeln gegenüber der Natur zu motivieren und zu qualifizieren. Dabei muss betrachtet werden, wie Natur wahrgenommen wird, ob sich Menschen Wissen darüber aneignen, ob sie von Umweltproblemen betroffen sind und ob sie Verantwortung für adäquates Handeln sich selbst zu schreiben oder nicht.
1. Geschichte und Konzeption der Umweltbildung:
- Beginn der Umwelterziehung in den 70er Jahren angeregt durch UNO und Club of Rome.
- Club of Rome: "Zukunftschance Lernen", "Unterricht angesichts der Überlebenskrise".
- Institutionalisierung der Umweltbildung --> Politische Veränderung durch pädagogische Prozesse.
- Kritik an ökologischem Lernen in der Institution Schule durch Ökopädagogen.
- In den 90er Jahren Ziel Nachhaltige Entwicklung; Erdgipfel in Rio der Janeiro mit Agenda21.
- Nachhaltigkeit meint u.a. eine Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem, um ein Leben für alle in intakter Natur zu ermöglichen.
- Heute hat Umwelterziehung ihren festen Platz in den Schulen, sie ist Teilthemenbereich des Biologieunterrichts und wir auch fächerübergreifend unterrichtet.
- Zwischen den einzelnen Schulen besteht ein großer Unterschied.
- Umwelterziehung im Biologieunterricht realisiert in den Bereichen: Ökologische Grundbegriffe; Humanökologie; Artenkenntnis; Umweltschutz; Umweltethik
2. Naturverständnis:
- Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten die Natur zu sehen. Dazu gehören z.B. die "benötigte Natur", die "geliebte Natur", die "verehrte Natur", die "erlebte Natur", die "beherrschte Natur", die "bedrohte Natur" und die "gelebte Natur".
- Der Mensch ist zugleich Teil, als auch gegenüber der Natur.
3. Naturerfahrung:
- Die Naturerfahrung ist von absoluter Wichtigkeit für ein späteres umweltschützendes Verhalten.
6. Umwelthandeln
-Begriff:
. Bereitschaft zu umwelbewusstem Handeln ist hoch, lässt aber keinen Schluss auf das tatsächliche Handeln zu.
. Das Forschungsinteresse hat sich vom ökologischen Wissen und Einstellungen hin zu Lebensstilen und Handlungsbarrieren orientiert.
. Umweltgerechtes Handeln ist das Ergebnis komplexer Prozesse, die von verschiedensten Faktoren beeinflusst werden.
. Modell für umweltbewusstes Handeln (Integriertes Handlungsmodell):
Motivierungsphase: mit Gefühl der Bedrohung, Coping-Strategien, Verwundbarkeit, Verantwortungsattribution
Handlungsauswahlphase
Volitionsphase
- Untersuchungen
- Didaktische Folgerungen zum Umwelthandeln
Zeitaufwand: 3h
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen